Ich lache so viel, wie schon lange nicht mehr – und bin so traurig wie noch nie.
Herzlichen Glückwunsch. Du hast mich zerstört.
22.02.2012
Alles per SMS !
10:04 Uhr
Er wünscht mir einen guten Morgen. Ich sitze gut gelaunt im Unterricht, er hat frei. Er erzählt, dass es ihm scheiße geht. Wegen irgendeinem Mädchen. Er will mir nicht genau sagen warum. Ich akzeptiere es.
12:15 Uhr
Er sagt das Treffen ab, weil er krank ist. Ich akzeptiere es.
14:03 Uhr
Er sagt mir, dass es ihn nicht juckt, wie ich mich fühle. Dann erfahre ich kurz darauf, dass ich ihm egal bin. Die Frage danach, ob er mich noch liebt, beantwortet er mit “Ja”.
ab 14:48 Uhr
Er sagt, er hat keine Lust mehr auf mich. Warum? Weil ich immer so schnell beleidigt bin und nicht gerne feiern gehe.
Dann sagt er, er sei nicht bereit für eine so lange Beziehung – er versprach mir irgendwann einmal “für immer”.
Dann sagt er “es tut mir leid, schatz”. Er würde eine Auszeit brauchen.
Dann sagt er, dass es vorbei ist. Per SMS. Und ist zu feige, es mir zu persönlich zu sagen. Er hätte sich am Montag in eine andere verliebt. Am Sonntag hätte er mich noch geliebt. Wie geht das?
Sind ja nur meine Gefühle. Tritt doch nochmal drauf.

Er war der einzige Junge, den ich geliebt habe. Ich habe alles für ihn getan. Ich habe ihm meine bedingungslose Liebe geschenkt. Er hat mich betrogen – mit seiner Ex. Ich habe ihm verziehen. Ich habe ihm alles verziehen. Aber am Ende war es für ihn nicht gut genug? Ich wusste, dass er ein Arschloch ist. Ich wusste nicht, dass er so kalt sein kann. Dass er seine “große Liebe” so verletzen würde. Dass er mich so verletzen würde.
Nachdem ich aus der Schule zuhause war, rief ich meine Mutter an. Sie kam sofort zu mir. Auch mein Vater war für mich da. Meine Freunde kamen zu mir. Und der Schmerz wurde sofort erträglicher. Ich hätte niemals gedacht, dass es so enden würde. Dass meine erste große Liebe, sich als verlogener, feiger, charakterloser und eiskalter Mistkerl entpuppen würde – nur weil er eine gefunden hat, mit der er besser Party machen kann.
Er sagte, ich wäre alles für ihn. Und am nächsten Tag vergaß er mich.
Ich habe bittere Tränen geweint. Es war schrecklich. Es ist schrecklich. Trotzdem lächele ich. Die Leute fragen mich, wie es mir geht und ich sage ihnen die Wahrheit. Sie gehen nicht weiter darauf ein – und das ist gut so.
Und obwohl ich weiß, dass er mich nicht verdient hat, will ich ihn zurück.
Er hat mein Herz gebrochen – zweimal. Er hat mich weggeworfen, wie ein benutztes Taschentuch. Drauf getreten, drauf gespuckt. Auf die gemeinsame Zeit, die gemeinsamen Erlebnisse. Und zu faul, um einen Versuch zu wagen, alles zu retten ist er auch. Und dann noch so tun, als würde es ihm leid tun. Als würde er mich noch lieben wollen.
Fast 4 Monate. Ich hatte meinen ersten Kuss mit ihm – und mehr. Wir haben alles durchgestanden. Wir hatten viel Spaß. Und er wirft alles weg. Es ist ihm egal. Wie kann es ihm egal sein? Wie kann er mir das antun? Ohne mit der Wimper zu zucken. “Wir können ja Freunde bleiben.” – Gewiss.

Trotzdem wünsche ich ihn mir zurück. Ich liebe ihn immer noch. Ich wollte, um ihn kämpfen. Vielleicht hätte ich den Kampf sogar gewonnen. Wenn ich es wirklich gewollt hätte. Ich wollte es. Aber ich bin niemals in diesen Kampf gezogen. Ich habe immer auf mein Herz gehört. Und jetzt ist es kaputt. Ein Schrotthaufen. Völlig zerstört. Liegt in Scherben. Jetzt muss ich auf meinen Kopf hören. Denn jetzt, ist es sowieso zu spät. Er wird nicht zurückkommen.
Das wäre viel zu kompliziert.
Ich wollte einen Neuanfang. Jetzt habe ich einen. Aber ich wollte einen mit ihm.
Trotz allem, werde ich die Zeit nicht bereuen. Es war die schönste meines Lebens. Danken werde ich ihm dafür aber nicht. Das hat er nicht verdient. Ein “Fuck you, bitch” wäre passender – auch, wenn er ein Junge ist. Aber auch das, werde ich nicht sagen. Ich werde meinen Mund halten. Ich habe gute Freunde, die für mich reden. Gerade jetzt, in diesen Momenten, in denen ich das Sprechen verlerne. Ich habe das Gefühl, zu sterben. Aber ich will trotzdem leben.
Ich will mein Happy End.
Ich bin ein starkes Mädchen.
Auch ohne ihn.

mood: can’t describe
P.S.: Danke, dass ihr noch da seid. Ich hätte früher auf euch hören sollen.